Sudan 
Ursprünglich waren es die Reisen von Hans Hass und Jacques Cousteau in die Gewässer des Sudans, die für die heutige Popularität des gesamten Roten Meeres sorgten. Trotz diesen frühen taucherischen Meilensteinen steckt der Tourismus im grössten Land Afrikas noch in den «Kinderflossen». Im Sudan warten immer noch Hunderte von unbetauchten Riffen auf ihre Entdeckung. Verantwortlich für die langsame Entwicklung des Tourismus war der jahrzehntelange Bürgerkrieg im Süden des Landes, eine strenge Bürokratie und die daraus entstandenen politischen Probleme. Trotzdem ist der Sudan für Abenteurer und Taucher, die abseits der Massen tauchen möchten, ein absolutes Highlight und die lange Anreise wert!

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Einreisebestimmungen


Für den Sudan wird ein Visum benötigt. Unsere Vetreter vor Ort können Ihnen das Visum mit Hilfe von Passkopien vorbereiten lassen. Dieses Visum gilt jedoch nicht für Einreisen über Khartoum und für Ausflüge ins Landesinnere.

Währung


Die im Januar 2007 eingeführte offizielle Währung ist das Neue Sudanesische Pfund, das den Sudanesischen Dinar ablöst. Als Fremdwährung kann der US-Dollar oder der Euro in den Banken zur Landeswährung getauscht werden. Kreditkarten werden keine akzeptiert, alle Nebenkosten auf den Safaribooten müssen Cash in Euro oder US-Dollar bezahlt werden.

Sicherheitshinweis


Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA veröffentlicht regelmässig Informationen über Länder, in welchen allfällige sicherheitspolitische oder andere höhere Risiken bestehen. Diese Informationen können über die EDA-Webseite www.eda.admin.ch abgerufen und in jedem Reisebüro bezogen werden.

Zeitverschiebung


MEZ plus 1 Stunde.

Impfungen


Impfungen sind keine vorgeschrieben. Für Tauchferien sind jedoch folgende Impfungen empfehlenswert: Tetanus, Polio und Hepatithis A/B/C, bei Landaufenthalt zusätzlich Malaria, Diphterie und Gelbfieber. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.safetravel.ch oder beim Schweizerischen Tropeninstitut in Basel unter +41 61 284 81 11.

Klima/Beschreibung


In der Nähe des Äquators gelegen, gilt der Sudan als eines der heissesten Länder der Welt. Hauptsaison sind die Wintermonate zwischen November und April. Die Sommermonate zwischen Mai und Oktober sind fast unerträglich heiss und die zum Teil heftigen Sandstürme schränken die Sicht stark ein. In den Monaten November bis Januar kann es gelegentlich Regengüsse geben. Die besten Chancen auf Grossfische bestehen in der Zeit vom Januar bis März, die Mantasaison ist jedoch im September/Oktober.

Sprache


Die offizielle Landessprache ist Arabisch. Daneben existieren viele afrikanische Dialekte. Als Tourist kann man sich sehr gut in Englisch verständigen.

Landesspezifikationen


Geographische Fläche:
2810 km2.

Bevölkerung:
die ca. 39 Millionen Einwohner setzen sich zusammen aus 53% Schwarzafrikanern, 40% Arabern, 6% Bejas, 2% Ausländern und 1% andere ethnische Gruppen.

Lebensräume:
von den 2,5 Mio. km2 sind lediglich 7,03% Ackerland, trotzdem leben 80% der Bevölkerung vom Ackerbau. Neben dem Rohölvorkommen besitzt der Sudan diverse Bodenschätze, die das Land zu einem der reichsten afrikanischen Länder machen würde, wären da nicht die jahrelangen politischen Probleme und die weit verbreitete Korruption.

Politik :
Sudan ist gemäss der Verfassung von 1998 eine Islamische Republik und wird seit 1989 von einer Militärregierung regiert. Der Präsident wird alle fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Seit 2005 regiert die Nationale Kongresspartei (NCP) und die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung (SPLM) gemeinsam in der Regierung der Nationalen Einheit.

Religion


Staatsreligion ist der Islam. 70% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 25% Animisten und 5% Christen. Die Nichtmuslime leben hauptsächlich im Süden des Landes.

Ausflüge vor Ort


Vor Ort werden von unseren Agenten Ausflüge in die nähere Umgebung Port Sudans organisiert. Diese Ausflüge werden von unseren Agenten in eigener Regie organisiert und durchgeführt, werden direkt verrechnet und müssen vor Ort bar bezahlt werden.

Besonderes


Bekleidung: In der Wintersaison ist es tagsüber angenehm warm, nachts kann die Temperatur aber schon mal auf 8° C sinken. Warme Pullis, Windjacke und Mütze gehören ins Gepäck. Im Sommer leichte Baumwoll- oder Leinenkleidung.

Bitte vergessen Sie nicht, dass der Sudan ein islamisches Land ist. Wir empfehlen bei der Einreise und bei Landgängen schulter- und kniebedeckende Kleidung.

Betreuung vor Ort


Sie werden vor Ort von Ihrer Ankunft bis zu Ihrer Abreise, je nach gebuchtem Paket, vom Team der Divers Heaven Fleet oder der Emperor Divers betreut, welche auch als Agenten von Manta Reisen fungieren. Sie helfen Ihnen bei der Einreise, organisieren Ihr Visum und die Passregistrationen, führen sämtliche Transfers durch und sind Ihr Ansprechpartner während Ihres gesamten Aufenthaltes.

Nebenkosten


Nebenkosten auf Safarischiffen (Tauchgenehmigung, Getränke, Trinkgeld usw.) sind in bar (US $, Euro) zu begleichen.

Tauchinformation


Die heute noch grösstenteils unbekannten Riffe im Sudan gehören sicherlich zu den letzten Herausforderungen für abenteuerlustige Taucher/innen. Obwohl bereits in den Fünfzigerjahren Hans Hass mit seiner Unterwasserfotografie an der «Umbria» und in den Sechzigerjahren Jacques Cousteau mit seinem Experiment «Precontinental II» die Tauchgründe des Sudan umfassend dokumentierten, blieb der Sudan ein Reiseziel, das wegen erschwerter Anreise und politischer Unstabilitäten vom Massentourismus verschont wurde. Tauchen im Sudan ist noch immer ein echtes Abenteuer!

Tauchen im Sudan
Der Sudan birgt ein paar fantastische Tauchgebiete: Steilwände, die senkrecht ins unendliche Blau abfallen, eine üppige Unterwasserflora und -fauna, nahezu unberührte, geschichtsträchtige Wracks. Dabei gehören Begegnungen mit den rastlosen Nomaden der Meere zum Tagesprogramm: Hammerhaie, Weiss- spitzenhochseehaie, Mantas und Adler- rochen können an den fantastischen Riffen gesichtet werden. Hier nur einige wenige Beispiele:

Wingate Reef mit der «Umbria»
Der 110 Meter lange, versunkene italienische Frachter, dessen Laderäume immer noch mit Artilleriemunition gefüllt sind, liegt nur ein paar Kilometer vor Port Sudan zwischen 0 und 25 Meter Tiefe und ist ein faszinierender «Spielplatz» für Taucher mit Entdeckerambitionen.

Sha’ab Rumi
Ein Riffsystem mit bekannten und unbekannten interessanten Tauchplätzen wie zum Beispiel das mit Weichkorallen bewachsene Plateau am Südende, an dessen Spitze Hammerhaie und Grauhaie patrouillieren und Dutzende von riesigen Zackenbarschen das Plateau bewachen. Oder der Drift im Osten mit den Überresten von Jacques Cousteaus «Precontinental II» und riesigen Gärten von Broccoli-Weichkorallen.

Sha’ab Suedi
Ein anderes Riffsystem weiter nördlich mit endlosen, prachtvoll bewachsenen Steilwänden und einmaligen Steinkorallengärten oder dem 120 Meter langen Toyota-Frachter «Blue Belt», der von 20 bis über 90 Meter Tiefe mit dem Bug nach oben liegt.

Mesharifa
Eine wenige Meter tiefe Lagune, in der sich jährlich im September/Oktober bis zu 80 und mehr Mantas zum Paaren treffen. Ein Schauspiel der ganz besonderen Art!

Besonderes
Aufgrund der teilweise anspruchsvollen Tauchgänge wird ein Minimum von 40 geloggten Tauchgängen und ein Advanced-Brevet empfohlen. Auf den meisten Schiffen gilt eine maximale Tauchtiefe von 30 Metern. Deko-Tauchgänge sind verboten. Tauchen Sie innerhalb Ihrer persönlichen Grenzen und Ihrem Brevet entsprechend. Im Sudan gibt es keine Dekompressionskammer. Die nächsten Dekompressionskammern befinden sich in Marsa Alam, Ägypten, oder Jeddah, Saudiarabien. Es ist nahezu unmöglich, diese in kurzer Zeit zu erreichen. Im Tauchgepäck dürfen auch wichtige Ersatzteile wie Maskenband, Flossenbänder, Mundstücke, O-Ringe, usw. nicht fehlen.

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